fall-el-ghazi bundesarbeitsgericht

knightclub, Friday, 03.04.2026, 08:27 (vor 9 Tagen) @ Rasenmäher

Wird dann zumindest nicht so teuer wie ein erneutes Verfahren, das dann auch wieder verloren wird. Der Verein sollte lernen, er hat zwar im guten Sinn gehandelt und seine Werte verteidigt, die Kündigungsprozedur aber schlampig gehandhabt. Es ging bei allen Richtern am Ende ja nie direkt um die Sache, sondern um versäumte Fristen etc.

Da hat der Verein trotz zahlreicher Juristen in AR und dem Expräsidenten Strutz einfach formal arbeitsrechtlich unsauber gearbeitet.

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Milestone-Mainz, Friday, 03.04.2026, 11:45 (vor 9 Tagen) @ knightclub

Da hat der Verein trotz zahlreicher Juristen in AR und dem Expräsidenten Strutz einfach formal arbeitsrechtlich unsauber gearbeitet.

Klar, aber inhaltlich ist einem Verein mit einem jüdischen Gründer nichts vorzuwerfen.

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peterrssen, Friday, 03.04.2026, 13:15 (vor 9 Tagen) @ Milestone-Mainz

Es ging bei allen Richtern am Ende ja nie direkt um die Sache, sondern um versäumte Fristen etc.

Das stimmt natürlich. Allerdings darf auch sehr stark bezweifelt werden, ob der der ursprüngliche Post für eine fristlose Kündigung ausgereicht hätte, da die Parole sehr verschieden interpretiert werden kann und wird.
Schaut man sich nämlich mal die gerichtlichen Entscheidungen an, so ist die Parole zumeist nur mit einem "erkennbaren Bezug zur Hamas" strafbar. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/From_the_River_to_the_Sea#Einzelne_Fälle)

Bei El Ghazis Post ging es aber nicht um die Hamas, sondern er beschreibt die Ungerechtigkeiten seitens Israels. Zusätzlich hat er noch vor der fristlosen Kündigung u. a. "I am against war and violance ... I am against the killing of all innocent civilians" gepostet und das auf keine bestimmte Gruppe bezogen.

Wenn man das alles zusammen nimmt, ist der rechtliche Weg (fristlose Kündigung + Berufungsverhandlungen etc.), der hier eingeschlagen wurde, schon sehr verwunderlich gewesen und fraglich, ob hier nicht eine einvernehmlichere Lösung möglich gewesen wäre.

"Klar, aber inhaltlich ist einem Verein mit einem jüdischen Gründer nichts vorzuwerfen."

Ich glaube niemand würde bestreiten, dass es viel Leid auf beiden Seiten gegeben hat und gibt. Hätte man sich das Instagram-Profil vorher angeschaut, wäre durchaus zu erkennen gewesen, welcher Seite er seine Aufmerksamkeit hauptsächlich schenkt. Wenn man findet, dass das nicht zu den Vereinswerten passt, hätte man ihn gar nicht erst verpflichten sollen.

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knightclub, Friday, 03.04.2026, 13:21 (vor 9 Tagen) @ peterrssen

Ich würde als Richter ja auch erst mal grundsätzlich formal vorgehen.

Warum sollte ich mich als Richter dazu hinreißen lassen müssen, hier ein politisch brisantes Urteil zu fällen und in der Begründung angeben, ob "from the river to the sea" privat geäußert zu einer fristlosen Entlassung führen darf. Ich müsste begründen, ob und warum das von der Meinungsfreiheit gedeckt ist und mit dem Arbeitsvertrag in irgendeinerweise kollidiert.

Da muss man begründen und da kann man nur verlieren, da es keine Rechtsklarheit gibt. Nicht mal einheitlich, ob dieser Spruch nun dezidiert Gewalt gegen Israel billgt oder sogar dazu auffordert.

Egal, es geht hier um Fussball, der Verein hat viel Geld verbrannt, aber wenn man sich Kosten / Ausbeute bei z.B. Hollerbach (bisherige Performance und Verletzungspech) ansieht, ist das noch vergleichsweise wenig Abschreibung.

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Reppichauer, Dessau, Friday, 03.04.2026, 13:38 (vor 9 Tagen) @ peterrssen

Mit dem „hätte-wäre-wenn …“ drehen wir uns im Kreis, fürchte ich.

Egal wie schmerzhaft es noch bleibt, wir müssen das Ende abwarten. Nur wer einen praktikablen neuen Vorschlag zu bieten hat, wie man den Negativkreis verlassen kann, sollte das an den Vorstand vermelden. Erst die Zukunft mit ihren neuen Konflikten wird zeigen, ob die Verantwortlichen aus dem Verlauf gelernt haben. Sich besser beraten zu lassen, gegebenenfalls bedächtiger vorzugehen usw.

Die ethisch-moralische Wertehaltung des Vereins zweifelsfrei zu vertreten, bleibt richtig.

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Milestone-Mainz, Friday, 03.04.2026, 14:27 (vor 9 Tagen) @ peterrssen

Hätte man sich das Instagram-Profil vorher angeschaut, wäre durchaus zu erkennen gewesen, welcher Seite er seine Aufmerksamkeit hauptsächlich schenkt. Wenn man findet, dass das nicht zu den Vereinswerten passt, hätte man ihn gar nicht erst verpflichten sollen.

Ja, so sehe ich das auch.

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knightclub, Friday, 03.04.2026, 14:40 (vor 9 Tagen) @ Milestone-Mainz

Ich bin nicht bei Insta, jetzt postete er offenbar auf X.

Hat sich El Ghazi vor dem 7.10.23 denn bereits politisch aktivistisch / antiisraelisch dort geäußert?

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Milestone-Mainz, Friday, 03.04.2026, 15:25 (vor 9 Tagen) @ knightclub

Ich bin nicht bei Insta, jetzt postete er offenbar auf X.
Hat sich El Ghazi vor dem 7.10.23 denn bereits politisch aktivistisch / antiisraelisch dort geäußert?

Müsste mal jemand recherchieren, der entweder bei Insta oder bei X ist.
Ansonsten: es wird doch vom suchenden Verein immer recherchiert, ob ein Spieler menschlich passt, da müsste doch eigentlich auch so etwas ggf. auffallen.

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strombergbernd, Gaaberschlaaberschem, Friday, 03.04.2026, 11:26 (vor 9 Tagen) @ Rasenmäher
bearbeitet von strombergbernd, Friday, 03.04.2026, 11:29

https://www.mainz05.de/news/fall-el-ghazi-bundesarbeitsgericht-weist-nichtzulassungsbes...

Wie kann unser Präsident jetzt einen solchen Kommentar abgeben ?
Das ist für mich ebenso unverständlich wie seine vielen Fehler in diesem kompletten Vorgang.
Sehr ungeschickt

Naja, das gleiche kann man über die andere Seite sagen. Wie kann man jetzt einen solchen Kommentar abgeben?

„Sie haben es wieder versucht und sind wieder gescheitert. Nein, ich spreche nicht von den jahrzehntelangen, immer wieder gescheiterten Versuchen, die Palästinenser auszulöschen, sondern von den lächerlichen und erbärmlichen Versuchen des FSV Mainz 05, gegen die Niederlage in meinem Fall vor deutschen Gerichten erneut Berufung einzulegen – und wieder zu verlieren.“

"El Ghazi schrieb von einem „überwältigenden Sieg“ und betonte, der Gerechtigkeit sei Genüge getan worden."

AZ Mainz

Wer eine Entscheidung über eine Nichtzulassungsbeschwerde als einen "überwältigenden Sieg" bezeichnet, sollte sich von einem Juristen wenigstens ansatzweise mal was über Rechtsmittel erzählen lassen.

„Es wird Zeit, dass die realitätsfremden Entscheidungsträger des FSV Mainz 05 endlich Ruhe geben und mir den Rest meines Vertrags auszahlen. Es warten wichtige Projekte, die den Kindern in Gaza helfen."

Wenn ihm Projekte so wichtig sind, warum wartet er dann auf Schadensersatzzahlungen? Warum unterstützt wichtige Projekte nicht sofort und läßt sie stattdessen warten?"

Andererseits, wenn er selbst schreibt, dass mit der Entscheidung der Gerechtigkeit Genüge getan sei, ist doch alles erledigt. Warum dann jetzt noch Schadensersatz einklagen?

--
„Ich weiß auch nicht, wo bei uns der Wurm hängt.“ (Fabrizio Hayer)

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knightclub, Friday, 03.04.2026, 13:25 (vor 9 Tagen) @ strombergbernd

https://www.mainz05.de/news/fall-el-ghazi-bundesarbeitsgericht-weist-nichtzulassungsbes...

Wie kann unser Präsident jetzt einen solchen Kommentar abgeben ?
Das ist für mich ebenso unverständlich wie seine vielen Fehler in diesem kompletten Vorgang.
Sehr ungeschickt


Naja, das gleiche kann man über die andere Seite sagen. Wie kann man jetzt einen solchen Kommentar abgeben?

„Sie haben es wieder versucht und sind wieder gescheitert. Nein, ich spreche nicht von den jahrzehntelangen, immer wieder gescheiterten Versuchen, die Palästinenser auszulöschen, sondern von den lächerlichen und erbärmlichen Versuchen des FSV Mainz 05, gegen die Niederlage in meinem Fall vor deutschen Gerichten erneut Berufung einzulegen – und wieder zu verlieren.“

"El Ghazi schrieb von einem „überwältigenden Sieg“ und betonte, der Gerechtigkeit sei Genüge getan worden."

AZ Mainz

Wer eine Entscheidung über eine Nichtzulassungsbeschwerde als einen "überwältigenden Sieg" bezeichnet, sollte sich von einem Juristen wenigstens ansatzweise mal was über Rechtsmittel erzählen lassen.

„Es wird Zeit, dass die realitätsfremden Entscheidungsträger des FSV Mainz 05 endlich Ruhe geben und mir den Rest meines Vertrags auszahlen. Es warten wichtige Projekte, die den Kindern in Gaza helfen."

Wenn ihm Projekte so wichtig sind, warum wartet er dann auf Schadensersatzzahlungen? Warum unterstützt wichtige Projekte nicht sofort und läßt sie stattdessen warten?"

Andererseits, wenn er selbst schreibt, dass mit der Entscheidung der Gerechtigkeit Genüge getan sei, ist doch alles erledigt. Warum dann jetzt noch Schadensersatz einklagen?

Ich distanziere mich deutlich von der Haltung El Ghazis, aber wenn er wirklich einen Großteil des Gelds den Kindern in Gaza, spendet und das Geld auch bei denen ankommen sollte, dann ist zumindest ein wenig Not gelindert, die diesen Menschen tatsächlich widerfährt. Ohne diesen Rechtsstreit hätte El Ghazi die Kohle womöglich zum eigenen Spaß in teure Autos gesteckt.

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Jammerlappe, Buxtehude, Saturday, 04.04.2026, 19:35 (vor 8 Tagen) @ knightclub


Ich distanziere mich deutlich von der Haltung El Ghazis, aber wenn er wirklich einen Großteil des Gelds den Kindern in Gaza, spendet und das Geld auch bei denen ankommen sollte, dann ist zumindest ein wenig Not gelindert, die diesen Menschen tatsächlich widerfährt.

Der Blick in die Vergangenheit zeigt leider, dass es da nicht viel Anlass zur Hoffnung gibt. Und wenn tatsächlich Mittel für Kinder ausgegeben wurden, dann häufig, um den Hass in die nächste Generation weiterzugeben. Siehe Schulcurriculae und verschiedene „erlebnisorientierte“ Angebote.

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Michael ⌂, Friday, 03.04.2026, 16:55 (vor 9 Tagen) @ Rasenmäher

https://www.mainz05.de/news/fall-el-ghazi-bundesarbeitsgericht-weist-nichtzulassungsbes...

Wie kann unser Präsident jetzt einen solchen Kommentar abgeben ?
Das ist für mich ebenso unverständlich wie seine vielen Fehler in diesem kompletten Vorgang.
Sehr ungeschickt

Ist ja dann auch von der Meinungsfreiheit gedeckt, oder?

Bin kein Jurist, aber einfach froh, dass diese Scheiße endlich vorbei ist.

Und schließlich: Wenn man sieht, was EG danach fußballerisch so veranstaltet hat, muss man rein sportlich das Fazit ziehen: Der hätte uns auch nicht geholfen damals.

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knightclub, Friday, 03.04.2026, 17:14 (vor 9 Tagen) @ Michael
bearbeitet von knightclub, Friday, 03.04.2026, 17:17

https://www.mainz05.de/news/fall-el-ghazi-bundesarbeitsgericht-weist-nichtzulassungsbes...

Wie kann unser Präsident jetzt einen solchen Kommentar abgeben ?
Das ist für mich ebenso unverständlich wie seine vielen Fehler in diesem kompletten Vorgang.
Sehr ungeschickt


Ist ja dann auch von der Meinungsfreiheit gedeckt, oder?

Bin kein Jurist, aber einfach froh, dass diese Scheiße endlich vorbei ist.

Die Sch.... ist noch lange nicht vorbei, vor dem Arbeitsgericht Mainz will El Ghazi nun auch noch die weitere Summe der Vertragslaufzeit einklagen. Um die ging es bislang noch gar nicht, das sind noch mal Streitfall so weit ich mich erinnere 1,2 Millionen Euro.

Außer der Verein gibt nun klein bei und akzeptiert El Ghazis Forderung.

Zum Fußball: Dass er fusshballerisch scheinbar auch keinen echten Mehrwert darstellt, macht die Sache umso schlimmer. Das hätte man doch schon scounten können. Es muss ja Gründe geben, weshalb PSV ihn mitten in der Saison ziehen ließ und den Vertrag auflöste. Da hätte man als Mainz 05 eine red flag sehen können und nicht denken können, toll, nach dem 1.9. noch einen "PL-Star" zum Nulltarif.

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Anton_S, Saturday, 04.04.2026, 10:44 (vor 8 Tagen) @ knightclub

Gab es nicht vom Gericht ganz am Anfang des Rechtsstreits ein Vergleichsangebot?
CH und SH waren sich ja siegessicher.
Aber eine Gerichtsverhandlung ist kein Fußballspiel.
Wie es hier schon jemand gesagt hat, kein Richter macht sich seine Finger schmutzig wegen eines Fußballvereins, zumal ja ein Fristversäumnis vorliegt. Dass unser Management eine solche Fehleinschätzung unterlaufen ist, kann man nicht verstehen. Auf Rechtsanwälte zu hören, ist meistens ein Fehler. Ihr Geld verdienen die so oder so. Man hätte als Verein einen neutralen Berater benötigt. Ob es den gab?

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