Relegation... (Rund um Fußball)
Wenn ich gefragt würde, welcher Nichtaufstieg von den dreien am schlimmsten war, kann ich es nicht sagen.
Wenn ich gefragt würde, würde ich mich vielleicht für 2003 entscheiden.
1997 war es ein Märchen, als graue Maus oder als Dino der 2. Liga dann doch mal an der ersten Liga zu schnuppern und so die Vorgabe oder die Frage von Wolfgang Frank zu beantworten: Wollt ihr ewig in der zweiten Liga bleiben? Aber die Infrastruktur und fast alles rund um den Verein war damals so überhaupt nicht erstligareif. Das kam ja erst danach, als man festgestellt hat, man könnte es schaffen und will es dann nochmal probieren.
2002 war hart. Ein beschissener Punkt hat gefehlt. Aber es war ja schnell klar in Berlin, dass es nichts wird. Der Empfang in Berlin durch die Union-Fans, naja ist bekannt. Tränenreich dann der Empfang der Mannschaft am nächsten Tag im Hauptbahnhof Mainz. Mir ist da immer noch der weinende Christian Hock in Erinnerung.
2003 sah es gut aus. Genug Tore, genug Punkte. Dachten wir. Das Bier floß in der Kneipe in Mainz. Diesemal muss es doch klappen. Unser Spiel in Braunschweig war aus. Im Fernsehen haben wir das Spiel in Frankfurt verfolgt. Und dann das Tor in Frankfurt und man hört deren Tormeledie. Ich konnte mir das jahrelang nicht anhören und hab bei jedem Bericht in der Sportschau umgeschaltet oder den Ton aus gemacht.
Da wir es am Ende aber geschafft haben (so maximal unwahrscheinlich damals), hat uns das - wie du schreibst - geprägt. Es hätte aber 2004 auch so unspektakulär schief gehen können.
100% Zustimmung.
--
„Ich weiß auch nicht, wo bei uns der Wurm hängt.“ (Fabrizio Hayer)