Einstellung und Standards (Rund um Fußball)
Ich glaube, wir haben uns vom Zwei-Tore-Vorsprung blenden lassen und waren zu sicher, dass wir das schon irgendwie ins Ziel bringen würden – gerade nach diesem überragenden Hinspiel.
Vielleicht sogar zu sicher. Die Wucht des Stadions, die Atmosphäre, all das ist uns mehr unter die Haut gegangen, als wir uns eingestehen wollten. Spätestens nach der Szene mit Kohr und dem Seitfallschuss, den Batz zwar sensationell hält, hat man gemerkt: Irgendetwas kippt.
Ab diesem Moment haben wir nicht nur den Faden verloren, sondern auch den Mut. Wir haben uns zurückgezogen, haben aufgehört, an uns zu glauben. Dazu kommt ein Spielverlauf, der kaum grausamer hätte sein können – die Gegentore fallen genau dann, wenn sie am meisten wehtun. Gehen wir mit einem 0:0 in die Pause, nimmt dieses Spiel vielleicht einen komplett anderen Lauf.
So bleibt am Ende nur die bittere Erkenntnis, dass wir eine riesige Chance verspielt haben, den Verein weiter nach vorne zu bringen. Und so schmerzhaft es ist: Straßburg wollte es mehr – und hat dieses Spiel am Ende verdient gewonnen.
Hoffentlich bleiben wir in der Bundesliga stabil.