Interview mit Heidel (Presselinks)

knightclub, Friday, 06.02.2026, 13:29 (vor 36 Tagen)

Also Positiv: Die Arbeitsprozesse erscheinen durch so ein Interview intakt. Die Finanzen des Clubs offenbar solide. Die Darstellung des Zeitdrucks beim Becker-Transfer ist auch aufschlussreich

Negativ: Die Bewertung / Aufarbeitung der Sommertransferperiode ist mir viel zu rosarot. Das Scheitern jetzt auf Verletzungen und fehlende Trainingseinheiten zu schieben, zu billig. Die englischen Wochen hätten bekannt sein müssen (außer man schenkt die Playoffs ab oder scheitert Medias / Tripolis-kläglich). Dass jetzt bei Weiper gesagt wird, er müsse sich nun durchbeißen, während in der Öffentlichkeit Heidel & Co genau das Gegenteil im Sommer behaupteten, dass man ihm doch für seine Entwicklung keinen vor die Nase setzen wollte, is nicht stimmig.

Dass fast alle die Transfers im Sommer gelobt haben, ist einfach unwahr. Sehr viele, incl. meiner Person haben gerade das Fehlen eines Mittelstürmers und Außenverteidigers moniert. Den IV-Bedarf habe ich so nicht vorhergesehen, wobei auch das natürlich schon erkennbar sein konnte (Kohr immer durch Sperren betroffen, die eine oder andere Verletzung wie bei H.-O. ist immer möglich, noch vor 1,5 Jahren laborierte Bell an Herzmuskelentzündung usw.)

Das erscheint mir zu dünn. Es geht eher darum, strategisch zu lernen. Erfahrung als Soforthilfe und Talente sichern, um sie gleich zur Reife weiter zu verleihen.So wie man das mit dem Finnen macht. Dass junge Spieler aus der 2. Österreichischen Liga und der Aussie-A-League bei fehlenden Trainingseinheiten nicht viel Impact bringen, sollte einkalkuliert werden, die lieber gleich in die 2. Liga zum Reifen verleihen und dann nach einem Jahr evaluieren, ob es schon reicht. Das hat sich Ende des Transferfensters schon abgezeichnet, es wurde aber nicht gegengesteuert. Ich habe nie das Rollen von Köpfen gefordert, aber etwas mehr Selbstkritik, auch öffentlich, wäre angebracht.

Hier zum Artikel: AZ-Interview mit Heidel


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